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Der Ruf meiner inneren Stimme

 

Vor ein paar Jahren hätte ich niemals gedacht, dass ich eine Löwenmama sein werde, so wie ich sie heute bin. Ich bin meinem Beruf nachgegangen und irgendwann haben mein Ehemann und ich beschlossen eine Familie zu gründen, doch so einfach funktionierte es nicht, wie ich es geplant hatte. Ich durfte noch einige Stationen von Höhen und Tiefen erleben, bevor ich schwanger wurde. Dieser Lernprozess hat meine Einstellung grundlegend verändert, vom Workaholic zum Familienmenschen, zur Löwenmama. Nachdem ich die Pille abgesetzt habe, wartete ich 8 lange Monate vergeblich, auf meine Monatsblutung. Der Gynäkologe hat mir erneut die Pille verschreiben wollen, damit die Blutung einsetzt, danach mit Hormonen behandeln.

Ich wählte einen anderen Weg und ging zur Akupunktur – kaum zu glauben, aber schon nach der ersten Behandlung kam meine Menstruationsblutung. Ich ging weiterhin zur Akupunktur, da mein Körper absolut aus dem Gleichgewicht geraten war, alles hat sich um die Arbeit gedreht, wo war ich, wo bin ich geblieben, ich habe mich komplett vergessen. Ich lernte was mir wirklich wichtig ist und ich hatte den Zugang zu meinem Körper wiedergefunden, ich habe das Vertrauen in mein Körpergefühl zurückgewonnen – Stück für Stück holte ich es mir zurück. Voller Freude habe ich mit Hilfe der Temperaturmethode gelernt, wann ich einen Eisprung hatte und wann nicht. Mein Zyklus war unregelmäßig, doch das störte mich nicht, ich hatte Monatszyklen ohne Eisprung, egal, denn ich wusste ich komme langsam mehr in meine Mitte.  Natürlich hat es auch Tage gegeben, die weniger motivierend waren – ich wollte unbedingt ein Kind und so richtete sich unser Liebesleben nach dem Eisprung. Ich durfte etwas Wichtiges dazulernen, die Seele kommt, wann sie kommen möchte und wir werden niemals wissen, wann die Empfängnis eintreten wird. Es nahm den Druck von uns, und hat es einfacher gemacht. Wir hatten Spaß und ließen es einfach auf uns zu kommen.

Anfang des Jahres 2014 ging ich dann erneut zur Kontrolle zum Gynäkologen, er hat mir die ernüchternde Diagnose gestellt, dass der Eileiter zu ist und ich sicher nicht auf natürlichem Wege schwanger werden kann. Der Boden unter meinen Füßen wurde mir schlagartig weggerissen, eine Welt ist zusammengebrochen. Ich kinderlos, unvorstellbar. Mir wurde eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) und Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) empfohlen, damit unter anderem auch eine Endometriose ausgeschlossen werden kann. Ich und Endometriose, dieser Gedanke fand in meinem Kopf gar keinen Platz. Ich wollte unbedingt ein Kind und so unterschrieb ich in meiner Verzweiflung eine Woche später die OP-Aufklärung. Auf dem Weg nach Hause fühlte ich in mich hinein und hörte meine innere Stimme, die sich so extrem gegen diesen Schritt wehrte. 

Ich rief meine Cousine an und fragte sie, ob sie mir aurachirurgisch meine Eileiter spülen könnte, sie willigte ein und wenige Tage später wurde der „Eingriff" vorgenommen. Aura-Chirurgie ist die Chirurgie im feinstofflichen Körper d. h. im Energiefeld des Körpers. Die Worte meiner Cousine werde ich nie vergessen: „Darf nicht auch ein Eileiter mal verschnupft sein.“

Ein paar Tage danach habe ich erneut mit dem Gynäkologen Kontakt aufgenommen und ihn gebeten, erneut einen Ultraschall zu machen, denn ich war mir sicher, dass ich diese OP nicht benötigte. Wenige Tage vor dem geplanten Eingriff im KH wurde der Ultraschall gemacht, der vorherige Befund konnte nicht mehr bestätigt werden und ein Ei reifte heran, es befand sich sozusagen in den Startlöchern – unser kleiner Schatz Quirin. Der geplante Eingriff wurde abgesagt. Ich danke meiner Cousine für die liebevolle Unterstützung und meiner inneren Stimme.

Am 6.3.2014, 3 Tage vor dem Geburtstag meines Ehemannes, habe ich während mein Ehemann und ich miteinander schliefen, ein wunderbares, weißes Licht im Raum gesehen. Ich spürte eine tiefe, innige Liebe, es war alles anders und ich wusste, dass dies der Moment der Empfängnis war. Es war der Anfang der wohl wunderschönsten Reise.